Einmal von Schweden nach Italien

Lago Maggiore – Unser Urlaubsbericht

Der Lago Maggiore oder auf deutsch “Langensee” liegt in den italienischen Regionen Piemeont und Lombardei, ebenso in dem Schweizer Kanton Tessin. 80% des Sees liegen dabei in Italien und nur 20% in der Schweiz. Sehr beeindruckend ist die Natur um den Lago Maggiore, da er von der südlichen Alpenkette mit wunderbaren Bergen bis hin zum westlichen Rand des flachen Landes beim Fluss Po reicht (Poebene). Nach dem Gardasee ist der Langensee der zweitgrößte See Italiens und bis zu 372 m tief. Nicht nur die Landschaft, sondern auch die Orte um den See herum und die kleinen Inseln auf dem See sind wunderschön. Was wir während unseres Europareise-Abschluss-Urlaubs dort alles erlebt haben, möchten wir euch hier kurz berichten 🙂

 

Nachdem wir das schöne Padova verlassen hatten, kamen wir Donnerstagabend müde und glücklich am Lago Maggiore an und konnten nach leckeren italienischen Häppchen super schlafen. Untergebracht waren wir in einem tollen Haus direkt am See. Ein eigenes Zimmer, ein eigenes Bett, Seeblick und das Seerauschen vor der Tür – was für ein Luxus und eine Wohltat!

Der wunderschöne Lago Maggiore

Der wunderschöne Lago Maggiore

Seeblick vom Bett aus

Seeblick vom Bett aus

Marco musste uns am Samstag schon wieder verlassen, so beschlossen wir am Freitag erst mal die Sonne zu genießen und baden zu gehen. Am Abend wurde lecker gegrillt, Karten gespielt und der tolle italienische Wein genossen.

Balkon mit Seeblick

Balkon mit Seeblick

Endlich mal grillen ;-)

Endlich mal grillen 😉

Wunderbares Abendessen am Lago Maggiore

Wunderbares Abendessen am Lago Maggiore

Super - Karten spielen und Wein trinken

Super – Karten spielen und Wein trinken

Am nächsten Tag machten wir eine kleine Tour in die schöne kleine Stadt Lugano, brachten dann Marco zum Bus und mussten ihm nach einer super schönen Zeit ‘Tschüss’ sagen. 🙁
Nach einem leckeren Aperitivo dann an diesem Abend machten wir einen schönen Spaziergang entlang des Lago Maggiore bei Ispra und ließen uns die Abendsonne ins Gesicht scheinen.

Sonnenuntergang am Lago Maggiore

Sonnenuntergang am Lago Maggiore

Ausblick beim Spaziergang am See

Ausblick beim Spaziergang am See

Am Dienstag beschlossen wir zu zweit eine Autorundfahrt um den Lago zu machen. So konnten wir viele kleine Städtchen sehen, in manchen hielten wir um einen Kaffee zu trinken oder die kleinen Sträßchen zu betrachten. Kurz vor der Schweiz trafen wir uns mit einer Klassenkameradin von Alex zum Mittagessen (dort war zu der Zeit Steinpilzzeit und es gab überall sehr köstlich aussehende und schmeckende Pilzgerichte). Weiter ging es dann in die Schweiz und auf der anderen Seeseite zurück – ein wirklich toller Tagesausflug!

Italienischer Kaffee ist einfach köstlich

Italienischer Kaffee ist einfach köstlich

Frühstück auf Italienisch

Frühstück auf Italienisch

Kurzer Abstecher beim Trainingszentrum in Tenero ;)

Kurzer Abstecher beim Trainingszentrum in Tenero 😉

Am Mittwochabend führte uns der Weg zum Flughafen, doch es ging nicht für uns zurück nach Hause, sondern Alex’ Bruder kam an. Nachdem wir ihn und seine Freundin in Empfang genommen hatten gab es noch sehr leckere Pizza direkt an einem kleinen See bevor die Fahrt weiter in Richtung Ranco ging.

Da im Nachbarort jeden Donnerstag Markt ist und die italienischen Märkte absolut sehenswert sind, haben wir uns zu viert zu Fuß auf den Weg dort hin gemacht. Nach einer kleinen Runde über den Markt, bestaunen der Leckereien, einem leckeren Panino und Eis ging es am Seeufer entlang auch wieder zurück. Super schöne Strände gibt es nicht, dafür um so mehr schöne Steine, die man über das Wasser hüpfen lassen kann 🙂

In Italien wird Aperitivo ‘gemacht’. Was das ist, lernt man schnell und auch an diesem Freitag haben wir uns zum Aperitivo getroffen. Zuvor ging es für uns zu Fuß von Ranco nach Ispra, fast die ganze Zeit direkt am See entlang und vorbei an wunderschönen Häusern.
Vorgegangen wird beim Aperitivo wie folgt. Man trifft sich vor dem Abendessen und bestellt leichte alkoholhaltige Getränke, wie zum Beispiel einen Aperol Spritz oder ein Softdrink. Dazu werden dann kleine Häppchen serviert oder es gibt ein Buffet, an dem man sich bedienen kann. Manchmal ist es auch der Fall, dass es mehrere Runden an Leckereien gibt und wenn man noch etwas zu Trinken bestellt fängt alles wieder von vorne an 🙂 Neben sehr leckerem Aperitivo haben wir an dem Abend auch ein ohrenbetäubendes Gewitter mit wahnsinnig lautem Donner erlebt – sehr spektakulär.

Am Sonntag fuhren wir zu fünft nach Laveno, wo es mit einer sehr beeindruckenden Zweipersonen-Seilbahn in die Höhe ging – ein spannendes Erlebnis. Auf einer wunderschönen Terrasse gab es zusätzlich zu einem sehr leckeren Essen eine grandiose Aussicht. Diese wurde nur noch getoppt von der Aussicht, die wir hatten, als wir ganz oben auf dem Sasso del Ferro standen. Wir konnten auf der einen Seite die Poebene bestaunen und bis nach Mailand sehen, auf der anderen Seite boten uns die vielen Berge einen tollen Blick.
Am Abend ging es wieder zum Flughafen um mal wieder “Tschüss” zu sagen, Alex’ Bruder und Freundin mussten schon wieder zurück nach Deutschland.

Für Dienstag hatten wir uns eine Wanderung vorgenommen, hierfür sind Alex und ich erst mit dem Boot von Ranco nach Stresa gefahren. Leider war das Wetter am Morgen noch nicht so gut und die Motivation hielt sich in Grenzen. Die Bootsfahrt war aber trotz Wolken wunderschön und den See von dieser Perspektive mal zu erleben sehr toll. In Stresa angekommen klarte der Himmel auch etwas auf und wir hatten während der Wanderung zum Mottarone Sonnenschein und sehr schöne Ausblicke. Die Wanderung war super anstrengend, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht. Als wir nach der Bootsfahrt zurück nach Arona und einem Spaziergang nach Ranco dann abends ins Bett gefallen sind –  blieben wir da erst mal eine Weile liegen und nutzen den nächsten Tag zum regenerieren.

Bootsfahrt über den Lago Maggiore

Bootsfahrt über den Lago Maggiore

Mit dem Boot von Ranco nach Stresa

Mit dem Boot von Ranco nach Stresa

Wunderschöner Ausblick nach dem Aufstieg

Wunderschöner Ausblick nach dem Aufstieg

Die Anstrengung hat sich gelohnt

Die Anstrengung hat sich gelohnt

Am Donnerstagabend fuhren wir nach Mailand auf die Expo um die Weltausstellung mit dem günstigen Abendtarifticket zu betrachten (5€ ab 18Uhr). Die verschiedenen Gebäude und Lichtershows waren sehr beeindruckend und beim bestaunen der Pavillons vergeht die Zeit wie im Flug.

Dann war auch schon Freitag und unser nächster Besucher kam an 🙂
Morgens holten wir, nach einem sehr tollen italienischen Frühstück, Steffen vom Flughafen ab und zeigten ihm erst einmal das leckere italienische Mittagessen (Panini) und Eis in Angera.

Das Wetter war am Samstag leider nicht mehr ganz so gut wie die Tage zuvor, wir ließen uns davon aber nicht abhalten und liefen nochmals den schönen Rundweg in Ispra am Wasser entlang. Nach einem kurzen Einkauf für den Abend war alles vorbereitet für unseren weiteren Besuch, Anna und Peter, die mit dem Auto von Darmstadt aus kamen.

Am Montag hieß es für uns früh aus den Federn und ab zum Zug, wir fuhren nur knapp 40 Minuten und schon waren wir in Mailand direkt am Expo-Gelände. Lange Warteschlangen erwarteten uns schon beim Eingang und Sicherheitscheck – da Alex und ich von letzter Woche Donnerstag wussten, dass es drin auch sehr voll sein kann hofften wir sehr, dass dies dieses mal nicht der Fall sein wird – nach der Wartezeit am Eingang verteilte sich alles sehr gut auf dem riesigen Gelände und wir hatten den restlichen Tag kaum noch Wartezeiten. Das Motto der diesjährigen Expo lautet “Feed the world”, welches sehr unterschiedlich interpretiert wird. Spannend zu sehen und sehr lecker was es alles zu probieren und ausprobieren gibt 😉 🙂 Wir wurden sehr gut durchgefüttert und waren nach 12 Stunden Expo kaputt und froh wieder im Zug zu sitzen.

Auf Weltreise - Ein Tag auf der Expo in Mailand

Auf Weltreise – Ein Tag auf der Expo in Mailand

Geschenke einsammeln ;)

Geschenke einsammeln 😉

Alex hat Spaß beim Rutschen beim Deutschen Pavillion

Alex hat Spaß beim Rutschen beim Deutschen Pavillon

Steffen durfte auch mal rutschen ;)

Steffen durfte auch mal rutschen 😉

Das letzte mal ging es für uns am Dienstag zum Flughafen, Steffen musste weiterreisen. Zuvor gab es noch eine Shoppingtour durch einen der größten Supermärkte dort um ganz viele italienische Köstlichkeiten für die Heimat einzukaufen. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen hieß es dann mal wieder “Tschüss” sagen. 🙁
Für uns anderen vier führte die Fahrt in die schöne Provinzhauptstadt Namens Varese, hier schlenderten wir durch die schönen Straßen und Gassen bevor wir in einem kleinen Lokal einen Aperitivo zu uns nahmen. Die Einkäufe wurden dann schnell nach Hause gebracht, bevor es zu Fuß dann zur Bar in Ranco, das Molo, ging. Hier saßen wir noch bis spät abends und bis nach Ladenschluss bei einem leckeren Weißwein und genossen den letzten Abend am Lago Maggiore in vollen Zügen. Da Anna am nächsten Tag Geburtstag hatte, feierten wir am Haus noch eine Weile in ihren Geburtstag hinein bevor die letzte Nacht der Reise anstand.

Ein letztes mal ein leckeres Frühstück mit dem schönen Seeblick genießen, den Rucksack ein letztes mal packen und dann war es am Mittwoch auch schon soweit. Abschied nehmen – das ist nie leicht – so auch nicht an diesem Tag. Nach 9 Wochen quer durch Europa, vielen wunderbaren und unvergesslichen Erlebnissen musste ich nun “Tschüss” sagen. Auf der einen Seite weiß man, dass eine Reise irgendwann zu Ende geht und ist dennoch traurig darüber und auf der anderen Seite freut man sich auch schon sehr auf zu Hause, auf Freunde und Familie!
Anna, Peter und ich machten uns mit dem Auto auf den Weg nach Darmstadt, kamen spät abends erschöpft dort an. Alex verweilt noch eine Weile am Lago Maggiore und lässt die Back-Hiker Europatour langsam ausklingen 🙂

Vesperpause bei der Rückfahrt nach Deutschland

Vesperpause bei der Rückfahrt nach Deutschland

Ellen - also 1 von 2 Back-Hikern - ist schon mal gut in Darmstadt angekommen

Ellen – also 1 von 2 Back-Hikern – ist schon mal gut in Darmstadt angekommen