Einmal von Schweden nach Italien

Ljubljana und Izola – Unser Slowenien-Reisebericht

Dass Slowenien schön sein soll, hatten wir bereits gehört, aber dass uns dort ein weiteres Highlight des Urlaubs erwartet, hätten wir niemals gedacht.

Der ehemals zu Jugoslawien gehörende Staat zeigte sich uns selbstbewusst, stark westeuropäisch geprägt und mit der typischen Lebensfreude der Balkanstaaten. Wir erlebten eine natürliche Gastfreundschaft durch Einheimische, die uns auch ihre persönlichen Lieblingsplätze und Restaurants mitteilten und für das ein oder andere Gespräch zu haben waren.

Ljubljana

Unser erstes Ziel in Slowenien war die Hauptstadt Ljubljana, diese erreichten wir nach einer langen Busfahrt durch Österreich erst am späten Abend. Leider war der erste Eindruck nicht ganz was wir erwartet hatten, denn der Weg zum Hostel war erstens länger als anfangs angenommen, führte durch die nicht so schönen Straßen der Stadt und als wir endlich das Hostel fanden, standen wir vor einer verschlossenen Tür. Sie blieb auch nach mehreren Klingelversuchen geschlossen. Kurz waren wir etwas ratlos, bis einige andere Gäste, die zufällig vorbei kamen erklärten, dass das Hostel aus mehreren Gebäuden besteht und wir am falschen standen. Im nächsten Gebäude hatten wir mehr Glück und wir fanden eine Rezeption, doch auch in diesem Gebäude war unser Zimmer nicht. Der nette Mann an der Rezeption brachte uns aber dann höchstpersönlich zum richtigen Haus und deren Rezeption. Dort angekommen wurde uns wiederum erklärt, dass es Probleme mit der Buchung gab und unser Zimmer nur für zwei statt drei Nächte zur Verfügung steht und das Hostel dann geschlossen wird. Ein kleiner Tiefpunkt war erreicht!
Dennoch entschlossen wir uns dazu, das Zimmer erstmal für zwei Nächte zu beziehen, was sich im Nachhinein auch als die beste Option herausstellte (so konnten wir nämlich auch noch Izola bereisen).

Nach dem Check-In folgte für uns die Erkundung des Nachtlebens der Innenstadt, welche sich als bezaubernd und wunderschön herausstellte. Wir fanden eine traumhaft hergerichtete Innenstadt vor, Autos sind hier nicht erlaubt und von vielen Ecken ertönt Livemusik. Stylisch hergerichtete Bars direkt am Fluss Ljubljanica servierten klasse Weine und slowenisches Bier. Die kleinen Straßen und netten Geschäfte laden zum Verweilen ein.

Nach einer erholsamen ersten Nacht stand ein straffes Programm auf unserem Plan – Sightseeing zu Fuß: so informativ, erlebnisreich und günstig wie möglich. Also nahmen wir an einer Freetour durch die ganze Stadt teil und liefen alles zu Fuß ab. Sehenswert sind auf jeden Fall die vielen Brücken, die bekannteste ist die Drachenbrücke und die Drei Brücken, erbaut von Jože Plečnik. Danach erklommen wir den Berg zur Ljubljanski Grad, von wo wir eine tolle Aussicht hatten. Am Abend gab es leckeres slowenisches Essen in einem schnuckeligen Restaurant. Nach einer weiteren kleinen Tour durch die Innenstadt bei Nacht und einem Abstecher ins hippe Viertel Metelkova (Autonomes Jugendzentrum) hieß es dann schon wieder Rucksäcke packen.

 

Izola

Nach einer weiteren Nacht in Ljubljana ging es morgens voll bepackt zum Bahnhof. Unser Plan war wie folgt: Wir wollten mit dem Zug nach Koper und von dort aus mit dem Bus nach Izola. Am Schalter des Bahnhofs wurde uns dann jedoch mitgeteilt, dass es einen Schienenersatzverkehr gibt und wir doch besser den Bus direkt nach Izola nehmen sollten. Gesagt getan 🙂 Für ein paar Euro haben wir die Bustickets gekauft, noch ein kleines (sehr günstiges) Frühstück zu uns genommen und dann ging es mit dem Reisebus nach Izola, ans Mittelmeer.

Dort angekommen waren wir schon super glücklich endlich am Meer zu sein. Wir machten uns auf den Weg zu unserem Hostel und liefen durch kleine, ruhige und wunderschöne Sträßchen bis wir im Herzen der Stadt unsere Unterkunft erreichten. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen und bekamen einen Kaffee aufs Haus, während wir auf unsere Zimmer warteten. Es war ein sehr kleines, doch liebevoll eingerichtetes Hostel – mit Musikinstrumenten zur freien Verfügung (worüber Alex sich natürlich sehr gefreut hat). Nachdem wir unsere schweren Rucksäcke abgelegt hatten machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um die kleine Stadt zu erkunden, streckten die Füße ins Meer und genossen die Meeresluft.
Izola ist eine sehr kleine Stadt mit nur wenigen Touristen, doch sie hat dennoch einiges zu bieten. Neben leckerem Essen (vor allem Fisch und Meeresfrüchte) und schönen Gebäuden gibt es auch sehr leckeren Wein, den wir uns bei einem kleinen Wein-Tasting näher erklären lassen haben. Abends gab es auch hier tolle Live-Musik und eine lebhafte Innenstadt. An diesem Abend zog ein Gewitter über das Meer und es bot sich uns ein unglaubliches Naturschauspiel mit tollen Blitzen.

Nach einem leckeren Frühstück im Hostel bekamen wir am nächsten Morgen noch einige Tipps des Besitzers, wo man gut baden kann und wie wir gut nach Triest kommen. Da das Wetter zwar gut war aber einige Wolken aufzogen, haben wir uns dazu entschieden direkt in Izola im glasklaren Wasser baden zu gehen und nicht erst noch den empfohlenen Strand weiter im Norden aufzusuchen. Denn wenn wir schon am Mittelmeer sind, wollten wir da auch unbedingt rein 🙂
Etwas Sonne und etwas Meerwasser, dann ging es mit geschulterten Rucksäcken auch schon wieder weiter. Von Izola fuhren wir mit dem Bus bis nach Koper, um dann von dort mit einem anderen Bus nach Triest – unserem eigentlichen Ziel – zu fahren. Da wir nicht genau wussten wo und wann die Busse abfahren war dies nochmals kurz spannend, doch letztendlich hat alles gut geklappt. So kamen wir nach exakt 6 Wochen in Italien, in der wunderschönen Mittelmeer-Stadt Triest, an 🙂 🙂